Anlässlich des Heringsessens des CDU-Ortsverbandes Lich im Bettenhauser Dorfgemeinschaftshaus sprach der Präsident des Hessischen Landtages Norbert Kartmann zum Thema „CDU 2018 in Hessen“. Zuvor hatte die Vor-sitzende des CDU-Ortsverbandes Josefine Lischka am Valentinstag die CDU-Mitglieder und Gäste begrüßt. Der Aschermittwoch sei der Tag, an dem poli-tisch abgerechnet werde. Andrea Nahles, Martin Schulz und Christian Lindner seien in aller Munde. In den Parteien rumore es, so Lischka.

Anlässlich des Heringsessens des CDU-Ortsverbandes Lich im Bettenhauser Dorfgemeinschaftshaus sprach der Präsident des Hessischen Landtages Norbert Kartmann zum Thema „CDU 2018 in Hessen“. Zuvor hatte die Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Josefine Lischka am Valentinstag die CDU-Mitglieder und Gäste begrüßt. Der Aschermittwoch sei der Tag, an dem politisch abgerechnet werde. Andrea Nahles, Martin Schulz und Christian Lindner seien in aller Munde. In den Parteien rumore es, so Lischka.

In seiner frei vorgetragenen und sachlichen Rede ging Kartmann auf die Er-eignisse auf dem Weg zur Regierungsbildung in Berlin ein, thematisierte Heimat und den ländlichen Raum, sprach über das, was uns ärgert, den schlech-ten Politischen Unterricht an unseren Schulen, die Streitkultur in der Politik und die Balance in unserem politischen System, die er in Gefahr sieht, wenn die großen Parteien kleiner und die kleinen größer werden. Stabilität und Balance seien für uns alle das Wichtigste. Auch sei unsere Freiheit eine andere als die des Iran, und so sei festzuhalten, dass die Menschen zu diesem Begriff unter-schiedliche Vorstellungen haben.

Er ging auch auf die Querelen nach den Kaolitionsverhandlungen in Berlin ein. Den Kabinettzuschnitt und die Besetzung der Ministerposten hält er für zweit-rangig. Viel wichtiger sei die Klärung der Sachfragen, die der CDU gut gelungen sei. Der schwarz-grüne Landesregierung in Hessen stellte er ein gutes Zeugnis aus, sie habe mehr erreicht, als sie sich zugetraut habe. „Beide Parteien kön-nen mit den Ergebnissen vor ihre Wähler treten.“ so Kartmann.

Bei allem, was wir fordern und tun, müssen wir die Konsequenzen bedenken, erklärte Kartmann und bezog sich selbst mit ein. Wenn wir keine Windmühlen wollen, müssen wir entscheiden, ob es Atom-, Kohle- oder andere Kraftwerke sein sollen. Das gelte auch für andere Bereiche. Wir müssen die Kompetenz entwickeln, um die Zusammenhänge zu begreifen. Auch die Schulen seien gefragt, denen er mit dem Fach Politik, in das alles hineingerührt werde, ein schlechtes Zeugnis ausstellte. Man müsse den Menschen die Themen so anbieten, die sie diese verstehen.

Im Bund gebe es jetzt ein „Heimatministerium“. Heimat sei zu einem wichti-gen Thema geworden, mit dem man sich nicht nur bei den Parteien beschäftige. Dabei gehe es nicht um Folklore sondern um Inhalte. Seine Heimat sei hier, erläuterte der Nieder-Weiseler, im „ländlichen Raum“, den wir so gestalten müssen, dass wir alles haben, was wir brauchen. Die Infrastruktur sei im Wandel begriffen, und wir müssen aufpassen, dass die Jungen nicht weggehen und die Alten bleiben, dass wir nicht abgehängt werden. Vielerorts fehle es an Ein-kaufsmöglichkeiten, Ärzten, Pfarrern und Gemeindeschwestern. Es sei schwie-rig das zurückzuholen, was weg sei. In den Ballungszentren, in den Städten, gebe es zu wenig Wohnungen und im Dorf Leerstände im Ortskern. Wir können aber nicht nur auf die grüne Wiese bauen. Hier bedürfe es einer klugen Dorfentwicklung. Anschließend gab es Gelegenheit Gedanken miteinander und mit dem Referenten auszutauschen.

Text/Foto: kjg

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