In der heutigen Zeit verändere sich die Arbeitswelt sehr viel schneller als noch vor 200 Jahren beim Beginn der „1. Industriellen Revolution“, im Dampfmaschi-nen-Zeitalter, erläuterte der Gießener Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich anlässlich seines Vortrages „Auswirkungen und Chancen der Digitalisierung“. „Deutschland stehe so gut wie nie da, aber darauf dürfe man sich nicht ausru-hen.“

In der heutigen Zeit verändere sich die Arbeitswelt sehr viel schneller als noch vor 200 Jahren beim Beginn der „1. Industriellen Revolution“, im Dampfmaschi-nen-Zeitalter, erläuterte der Gießener Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich anlässlich seines Vortrages „Auswirkungen und Chancen der Digitalisierung“. „Deutschland stehe so gut wie nie da, aber darauf dürfe man sich nicht ausru-hen.“ Die Entwicklungszyklen seien heute kürzer, und von den ersten Personal-computern (PC) bis zum Handy, das weniger koste, mehr leiste und gegen die damaligen PCs ein Winzling sei, habe es nur 40 Jahre gedauert, fuhr er anläss-lich des gut besuchten Neujahrsempfangs der Licher CDU fort. Heute befinde man sich mit „Industrie 4.0“ in der vierten industriellen Phase. Nach Computer-arbeit sei die „Vernetzung“ die entscheidende Technologie. So gebe es weder bei Uber Taxis noch bei Flixbus Busse und auch die weltweitgrößte Hotelplatt-form „Airbnb“ habe keine Hotels oder Ferienhäuser. Aber allen sei gemeinsam, dass auf ihren Plattformen Leistungen durch Vernetzung blitzschnell vermarktet werden. Wir seien mittendrin, in Industrie 4.0.

Das verändere nicht nur das Leben der Menschen und die Wirtschaft sondern habe auch Auswirkungen auf die öffentlichen Verwaltungen. Da sei noch viel zu tun, aber in Hessen sei man gut aufgestellt. Es gebe Bürgerportale der Kommu-nen, eine digitale Abwicklung von Elterngeld sowie ein Geodaten-Management, bei dem die digitalen Pläne auch die Infrastruktur (Wasser, Gas, Abwasser, Strom, Kabel) abbilden. Ein schneller und stetiger Zugriff sei gegeben. Die Prozesse werden schneller, so Ullrich.

Die „Bildungsregion Mittelhessen“ mit ihren 75.000 Studenten (Frankfurt 73.000), ihren tollen mittelständischen Unternehmen, die „High-Tec-Lösungen“ auf dem Weltmarkt anbieten, sowie die vielen kleinen Dienstleistungs- und Handwerks-Betriebe prägen die Region, in der bereits heute 80 Prozent des Netzes auf Breitband mit 50 Megabit Leistung umgestellt sind. Das sei eine tolle Region, so Ullrich. Sie umfasse fünf Landkreise, 101 Städte und Gemein-den und sei mit einer Million Einwohnern etwas größer als das Saarland. Die 1200 Mitarbeiter des Regierungspräsidiums (RP) seien zuständig für die Regionalplanung, Umwelt- und Naturschutz, Soziale Aufgaben, den Ländlichen Raum, den Arbeitsschutz und die Flüchtlinge, insbesondere die Hessische Erstaufnahmeeinrichtung. Mit Zuversicht in die Zukunft zu gehen, rief er den Zuhörern zu, und es werde weiter spannend sein.

Freddy Schneider (Gasthaus Schneider, Holländischer Hof) mahnte die Unter-stützung der Klein- und Mittelbetriebe an, und erntete dabei Verständnis beim Regierungspräsidenten.

Die CDU-Vorsitzende Josefine Lischka dankte Ullrich für seinen Vortrag und ehrte Bernhard Baumstieger für 50 Jahre und Robert Schmitt für 45 Jahre Treue zur CDU. Jürgen Jakob gratulierte sie zum 70. Geburtstag. Auch sie erlebe die Veränderungen und gehe davon aus, dass auch das Neue Jahr wieder ein be-sonderes Jahr werden wird. Musikalisch wurde der Neujahrsempfang der CDU von Stephan Geiger auf dem Saxophon gestaltet.

Foto: kjg

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Dr. Christoph Ullrich (li) und Josefine Lischka (Mitte) ehrten Jürgen Jakob, Bernhard Baumstiefer und Robert Schmitt (v. li.)

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